Abhängigkeit, Co-Abhängigkeit & Sucht

Abhängigkeit – das kann von vielem sein. Es gibt nicht nur Abhängigkeit vom Alkohol, Nikotin und anderen Drogen, auch vom Essen oder Nicht-Essen, Spielen, Internet, extremem Sport und von Arbeit oder Beziehungen.

Im weitesten Sinn zeigt alles, was Sie zwanghaft (d.h. automatisch und ohne Freude) machen, eine Form von Abhängigkeit. Immer, wenn Sie nicht aus freier Entscheidung handeln, sondern sich getrieben fühlen, etwas zu tun, wenn Sie einen Ersatz für etwas brauchen, um sich kurzzeitig etwas wohler zu fühlen, dann befinden Sie sich in einer Abhängigkeit und zeigen süchtiges Verhalten =  Sucht. „Sucht“ kommt von „siechen“, also „Siechtum“ und ist eine Krankheit, keine Charakterschwäche oder ein Makel, für den Sie sich schämen müssen.

Suchtberatung

Wenn es eine körperliche Abhängigkeit gibt, ist der erste Weg zu einer Suchtberatungsstelle, die eine Entgiftungstherapie vermitteln kann. Wenn die Sucht aber in Verhaltensmustern liegt, dann helfe ich Ihnen gerne, für sich neue, sinnhafte Wege zu finden.

Nachsorge bei Entgiftung

Sollten Sie nach einer Entgiftung und Entzugstherapie bei Alkoholsucht eine begleitende Nachsorge suchen, dann können Sie sich gerne an mich wenden.

Sucht und Suche

Im weitesten Sinne ist jeder mehr oder weniger abhängig von etwas oder jemandem. Sucht zeigt sich als Suche, man sucht also nach etwas, was einem fehlt. Verurteilen Sie sich oder andere deshalb nicht, dies ist kein Grund, sich minderwertig zu fühlen, sich zu verachten oder gar zu bestrafen. Denn Sie suchen das Richtige, aber mit den falschen Mitteln, an der falschen Person oder am falschen Ort. Akzeptieren Sie Ihr süchtiges Verhalten und verzeihen Sie sich, dass Sie sich in der Wahl der Mittel geirrt haben. Hören Sie nicht auf zu suchen, aber verändern Sie die Taktik.

In der Therapie gehen wir den Ursachen der Abhängigkeit auf den Grund und finden bessere Möglichkeiten, Ihre Suche zum Ziel zu führen.

Beratung bei Co-Abhängigkeit

Angehörige von Süchtigen sind von der Krankheit Sucht ebenfalls betroffen und brauchen Hilfe. Das Verhalten von Co-Abhängigen gleicht einem ähnlichen Muster wie das der Betroffenen selbst: Sie versuchen zunächst, die Sucht zu verdrängen und zu verharmlosen. Sie unterstützen den Süchtigen, indem sie ihn entlasten, decken und vor den Konsequenzen der Sucht schützen. Sie fühlen sich ebenso hilflos und der Sucht ausgeliefert wie der Süchtige selbst. Sie geraten in Gefahr, sich selbst dabei aufzugeben. Um aus dem Teufelskreis der Co-Abhängigkeit herauszukommen und dem Süchtigen wirklich zu helfen, sollten sich Angehörige ebenfalls Hilfe holen, bei einer Suchtberatungsstelle oder einem erfahrenen Therapeuten.

Ihre Ina Schröter,
Psychotherapie bei Abhängigkeit, Co-Abhängigkeit und Sucht